Freitag, Juni 01, 2007

memories

heute vor 11 jahren wurde meine erste katze geboren. meine erste eigene katze - Lukas.

ich liebe katzen solange ich denken kann. schon als kind bin ich ihnen hinterhergekrochen, auch mal in fremde gärten - was einige male ordentlich ärger gab. beeinflussen oder gar von meiner katzenliebe abhalten konnte mich das nie.

heute vor 11 jahren wusste ich allerdings noch nicht, dass dieses besondere katertier in mein leben treten würde. ich war damals in ausbildung, wohnte seit einem halben jahr in meiner ersten eigenen wohnung und hatte den gedanken an eine eigenen katze eigentlich erst einmal auf eis gelegt. ich wusste nicht, ob ich der verantwortung gewachsen bin und hatte auch eine veraltete vorstellung davon, was katzenhaltung bedeutet: als ich klein war hatte der nachbar eine katze, für die aufwändig ein sand-katzenklo im badezimmer unterhalten wurde; die katze meiner tante wurde jeden tag - nach frischeinkäufen beim fleischer, natürlich - grossartig bekocht, was ich natürlich niemals hätte garantieren können; bei bekannten stank es gar fürchterlich im bad nach katze, so dass man selbiges überhaupt nicht und die wohnung kaum betreten konnte... das alles schreckte mich ab und klingt heute vielleicht ein bisschen naiv. glücklicherweise traf ich später jemanden der selbst katzen hatte, meine vorstellungen richtigrückte und mir zeigte, dass es auch anders geht...

zur berufsschule am dienstag nach dem ersten juniwochenende damals kam jedenfalls eine freundin und berichtete, sie hätte am wochenende geburtshilfe bei ihrer katze geleistet. auf anordnung ihres vaters - sie lebten ausserhalb von berlin in einem kleinen dorf - kriegten die kleinen felle jedoch sofort eins mit der schippe übergezogen, eine barbarische methode (die ausserdem gegen das tierschutzgesetz verstösst!). mein zukünftiger katzischer lebensgefährte allerdings war clever genug, sofort bei der mutter anzusaugen, so dass sie (die barbaren) ihn liegenlassen mussten (die milch der mutter schiesst ein, die hormonausschüttung wird angeregt etc.). das alles erschien mir wie ein heftiger wink des schicksals und wir verabredeten uns einige wochen danach in ihrem elternhaus auf dem dorf, um den kleinen tiger anzuschauen. habt ihr schon mal eine katze von drei wochen auf der hand gehabt? ja? gut, dann wisst ihr, dass ich sofort verloren und hoffnungslos verliebt war *schmunzel*. dass mein neuer mitwohni ausgerechnet am kindertag geburtstag hatte, hielt ich ausserdem für etwas ganz besonderes!

einige wochen später - viel zu früh, wie ich heute weiss - zog der kleine kerl mit knapp 8 wochen zu mir und mein leben mit und für die katzen begann. die kleine fellnase, Lukas, war weder ordentlich geprägt noch sozialisiert und ich habe mit sicherheit haufenweise fehler gemacht, aber unsere beziehung war extrem innig, ja seelenverwandt und ich liebte ihn abgöttisch. er hat mich viel über katzen gelehrt, schlief abends wie ein teddy in meinem arm ein, folgte mir überallhin und sprach mit mir. ich war untröstlich, als er fast 6 jahre danach kurz und heftig erkrankte und überraschend qualvoll verstarb. danach glaubte ich, nie wieder eine katze in mein herz lassen zu können - bis ich auf Smilla traf.

Jamie übrigens stammt aus demselben dorf wie Lukas; kurz nach dessen plötzlichem tod und Smillas einzug hatte ihn der hund dieser leute aufgelesen und angeschleppt. da wir nicht genau wussten wie alt er ist, hat er kurzerhand ebenfalls den heutigen tag als geburtstag eingetragen bekommen. der tierarzt meinte damals, dass er wegen seiner grösse sicherlich schon älter wäre als die geschätzten 8 wochen, aber wenn ich ihn heute so anschaue meine ich, dass das durchhaus hinkommt. dorfkatzen eben ;o)

happy birthday, mein goldschatz!

1 Kommentar:

Renate hat gesagt…

Schöne und anrührende Geschichte!
Lieber Gruß von Renate